Orange

Die Farben. Wie junge Tiere. Ich nenne sie Glück.

Sie wohnen in meinem Haus, in dem Zimmer auf der rechten Seite,

gegenüber der Erinnerung, die wie einen Scherenschnitt aus den Kartoffeljahren fällt.

Auf dem Birkenweg nun Heiterkeit deshalb.

Meine Seele baut eine Straße unter den Pinseln, betäubt von Lila,

betrunken von Orange.

Das Papier ist hungrig.

Mein Hunger ist der Hunger des Papiers.

Ich zeichne den Hunger, bis das Papier satt ist.

Dann fallen die schwarzen Vögel aus den Himmeln.

 

Kerstin Fischer (Lyrik und Aquarell „Frau vor einem Hutladen“)

 

 

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